Sport- und Bewegungsgrundlagen

Sowohl der Verlauf der Demenz als auch das Leben mit der Demenz und ihren Folgen kann durch verschiedene In­ter­ventionen positiv beeinflussbar. Der Beginn der Demenz kann verzögert und das Erkrankungsrisiko durch körperlich-sportliche Aktivität reduziert werden. Um das Fort­schrei­ten kognitiver Funktions­ein­bußen und den Verlust an Alltagskompetenz zu verlangsamen, werden ver­schie­dene Be­hand­lungs­ansätze verfolgt. Vielversprechend sind Bewegungsprogramme, da diese nicht nur an den S­ymp­tomen von Demenz, sondern auch bei den vielfältigen Risikofaktoren ansetzt. Studien zeigten, dass körperliches Training die geistigen und körperlichen Fähigkeiten und somit die Alltagskompetenz bei Dementen verbessern kann. Hoch­altrige De­menz­kranke habenindividuelle Risiken für Einschränkungen in der Mobilität und Risiken im Bereich der Sicherheit wie zum Beispiel durch die Gefahren eines Sturzes. Betroffene und deren Umfeld können somit von gezielter Mobilitätsförderung pro­fi­tieren.

 

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Tabelle 1 fasst die geplanten Spiele und Übungen zusammen. Diese werden primär kinect-basiert im­ple­mentiert, das heißt über eine dreidimensionale Tiefenkamera, welche Körperbewegungen wahrnehmen und verarbeiten kann. Weiterhin können aber auch kognitive Übungen und feinmotorische Spiele durch ein Tablet genutzt werden.

Dadurch können in den Bereichen der geistigen und körperlichen Leistungen Verbesserungen eintreten und zu einem Erhalt der Aktivitäten des alltäglichen Lebens (ADL) bei den Demenzkranken führen. Gleichzeitig kann dies auch eine Stärkung der physischen und psychischen Ressourcen bei den Pflegenden Angehörigen und professionell Pflegenden führen. Für die Tagespflege werden im Rahmen Situations- und Biographie-orientierter Pflege Inhalte erstellt die nah an den Lebenswirklichkeiten von Betroffenen sind.

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